Förderkriterien im Rahmen von SCHULE:KULTUR!

Aus den Zielsetzungen und Rahmenbedingungen des Programms SCHULE:KULTUR! ergeben sich folgende Kriterien zur Förderung innerhalb des Programmes:

Förderkriterien der vier einjährigen Förderschwerpunkte

In allen Förderschwerpunkten sollen Ihre Vorhaben an die Alltags-, Bildungs- und Freizeiterfahrungen der Schüler*innen anknüpfen. Sie haben die aktive Beteiligung, künstlerische Praxis und den Kompetenzgewinn der Schüler*innen im Blick. Projekte für Schüler*innen können genauso wie Fortbildungen für Lehrkräfte beantragt werden. Wenn Fortbildungen für Lehrkräfte Teil des Vorhabens sein sollen, muss erkennbar werden, wie die Lehrkräfte als Multiplikator*innen weitergebildet werden. In jedem Fall sollen Schüler*innen von den Projekten profitieren.

Kulturelle Bildung und Demokratiebildung

Demokratie lebt von Beteiligung, Mitbestimmung und dem respektvollen Aushandeln unterschiedlicher Interessen und Positionen. Kulturelle Bildungsprojekte dieses Schwerpunkts eröffnen Räume, in denen gesellschaftliche Fragen aufgegriffen, demokratische Prozesse erprobt und eigene Gestaltungsmöglichkeiten entdeckt werden können.

Die geförderten Vorhaben:

  • schaffen ein Bewusstsein für Gelingensbedingungen einer demokratischen Gesellschaft.
  • regen die Schüler*innen mit Hilfe künstlerischer Methoden zur kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Machtstrukturen und Ungleichheiten an.
  • bestärken die Schüler*innen darin, eine eigene politische Haltung zu entwickeln und diese mit anderen zu verhandeln.
  • aktivieren die Schüler*innen zum gemeinsamen, kreativen und demokratischen Handeln.
  • lassen die Schüler*innen (politische) Selbstwirksamkeit erfahren.

Kulturelle Bildung und Medienkulturen – Digitale Transformation

Die digitale Transformation verändert die Art und Weise, wie Menschen kommunizieren, lernen, sich informieren und kulturell teilhaben. Kulturelle Bildung schafft in diesem Schwerpunkt vielfältige Zugänge, diese Veränderungen zu verstehen, einzuordnen und aktiv mitzugestalten.

Die geförderten Vorhaben….

  • regen dazu an, sich die persönliche Mediennutzung vor dem Hintergrund von Teilhabe und einem gesellschaftlichen Miteinander anzuschauen, sie zu beschreiben und zu reflektieren.
  • klären über Möglichkeiten und Risiken von unterschiedlichen Medienplattformen, -netzwerken und Künstlicher Intelligenz auf und befördern eine kritische Sichtweise auf digitale Räume.
  • bestärken die Schüler*innen darin, eine eigene Haltung zu Medienkulturen zu entwickeln und diese mit anderen zu verhandeln.
  • geben Gelegenheit, eigene Medienprodukte oder digitale künstlerische Arbeiten zu entwickeln, diese zu präsentieren und zu diskutieren.

Kulturelle Bildung und Diversität – Zusammenhalt stärken

Schule ist ein Ort, an dem Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Alltagsperspektiven zusammenkommen. Kulturelle Bildungsprojekte dieses Schwerpunkts schaffen Gelegenheiten, Vielfalt als Stärke zu erleben und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.

Die geförderten Vorhaben:

  • ermöglichen es, verschiedene soziale und kulturelle Lebensrealitäten und Erfahrungen kennenzulernen und wertzuschätzen.
  • richten den Fokus auf verbindende Elemente zwischen unterschiedlichen Perspektiven, ohne die Vielfalt individueller Erfahrungen aus dem Blick zu verlieren.
  • ermöglichen kreative Räume, um Gemeinsamkeiten und Unterschieden zu entdecken.
  • stärken das kollektive und individuelle Bewusstsein für Zusammenhalt sowie den respektvollen Umgang mit Vielfalt im Schulalltag, im privaten Umfeld und im öffentlichen Raum.

Kulturelle Bildung und BNE – Zukünfte gestalten

Die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft ist ein zentrales Entwicklungsthema von Schule und Gesellschaft. Kulturelle Bildungsprojekte eröffnen in diesem Schwerpunkt hierfür vielfältige Zugänge und schaffen Räume, sich mit persönlichen wie gesellschaftlichen Zukunftsfragen auseinanderzusetzen.

Die geförderten Vorhaben:

  • ermöglichen es, Ist-Zustände zu reflektieren und eigene Vorstellungen von persönlichen, gesellschaftlichen und globalen Zukunftsbildern zu entwickeln.
  • berücksichtigen Fragen der sozialen, ökologischen, technologischen oder demokratischen Entwicklung (Bezug zu 17 Sustainable Development Goals).
  • unterstützen die Schüler*innen dabei, sich künstlerische und kulturelle Werkzeuge anzueignen, mit denen sie ihr persönliches Leben sowie gesellschaftliche Entwicklungen aktiv und verantwortungsvoll mitdenken und mitgestalten können.
  • stärken die Fähigkeit der Schüler*innen, Zukunft als offen und veränderbar zu erleben und eigenes Handeln in diesem Zusammenhang zu reflektieren.

Beispiele für Projektvorhaben in den Themenschwerpunkten

Die Vorhaben finden in Abstimmung der kooperierenden Schule und Einrichtung der Kulturellen Bildung statt. Vielfältige Formate sind möglich: Workshops, Projekttage oder Kennenlerntage der 5. Klassen, Projektwochen, Formate im Unterricht, AGs, Pausenangebote, die Gestaltung des Schulraumes oder des Stadtteils.
Auch die künstlerischen Sparten und Methoden sind offen: Planspiele, Peer-to-peer-Projekte, Gestaltung von Selbstorganisationsprozessen, Installationen, künstlerische Interventionen und Performances.
Selbstverständlich ist diese Liste nicht vollständig und vor allem durch eigene Ideen erweiterbar!

Förderkriterien für die drei­jährige Förderung »kulturelle Schul­entwicklung«

Die geförderten Vorhaben:

  • ermöglichen kulturelle Teilhabe unabhängig von sozialer Herkunft.
  • stärken die lokale / regionale Zusammenarbeit von Schulen und Kulturtätigen und sichern diese nachhaltig. 
  • unterstützen den Prozess der kulturellen Schulentwicklung. 
  • begeistern Schüler*innen durch kulturelle Aktivitäten für kreatives Schaffen und schulen sie in ihrer ästhetischen Wahrnehmung. 
  • integrieren Kulturelle Bildung nachhaltig in den Schulalltag (bspw. im Fachunterricht, in der Pause, im Ganztag, in wiederkehrenden Projektwochen, o.ä.).
  • präsentieren die Aktivitäten der Kulturellen Bildung einer Öffentlichkeit (intern und/oder extern). 
  • werden von Schulen partnerschaftlich mit Kulturtätigen durchgeführt.
  • unterstützen die Entwicklung von Schulen als Kulturort und Kultureinrichtungen als außerschulischen Lernort (sog. „Dritte Orte“)

Weitere Informationen zur Bewerbung

Förderung

Fortbildungen